InesBackstube.de
Sonntag, den 12. Januar
Hallo ihr Lieben, heute gibt es endlich den Beitrag, um den mich so viele von euch gebeten haben: Wie ist das eigentlich mit meinem Brot? Angefangen hat alles im letzten Herbst. Meine Nachbarin, Frau Albers, hat mir ein kleines Glas mit Sauerteig geschenkt, bevor sie für drei Wochen zu ihrer Tochter nach Kanada geflogen ist. „Du musst ihn nur jeden zweiten Tag füttern“, hat sie gesagt. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutet.
Mein erstes Brot war eine Katastrophe. Außen war es fast schwarz und innen noch ganz feucht. Ich habe es trotzdem gegessen, zum Wegwerfen war ich zu stolz. Erst beim vierten Versuch hat es wirklich geschmeckt. Der Trick: Der Teig braucht viel mehr Zeit, als ich dachte, bei mir meistens eine ganze Nacht im Kühlschrank.
Inzwischen backe ich jeden Samstag zwei Brote. Eins essen wir zu Hause, das andere nehme ich am Montag mit ins Büro. Meine Kollegin Sevgi hat am Anfang gesagt, dass sie kein dunkles Brot mag. Jetzt ist sie immer die Erste in der Küche, wenn ich komme.
Frau Albers ist übrigens längst zurück, und ihren Sauerteig hat sie natürlich wiederbekommen. Ich hatte aber vorher einen Teil davon in ein eigenes Glas getan. Er heißt jetzt Bruno und wohnt in meinem Kühlschrank. Im Februar biete ich zum ersten Mal einen kleinen Backkurs im Nachbarschaftszentrum an. Es gibt nur sechs Plätze, und vier sind schon weg! Wer mitmachen will, schreibt mir bitte bis Ende Januar. Bis bald eure Ines