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ÖSD oder ÖIF B1: welche B1-Prüfung brauchst du wirklich?

5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 21. Juni 2026

Viele stehen vor derselben Frage: Brauche ich das ÖSD Zertifikat B1 oder die ÖIF Integrationsprüfung B1? Die Namen klingen ähnlich, aber der Unterschied ist wichtig — und er entscheidet, worauf du dich vorbereiten musst.

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, wofür du das Zertifikat brauchst. Hier ist der Unterschied einfach erklärt.

Der Kernunterschied in einem Satz

Das ÖSD Zertifikat B1 ist eine reine Sprachprüfung. Die ÖIF Integrationsprüfung B1 prüft die Sprache auf demselben Niveau — zusätzlich aber auch das Werte- und Orientierungswissen über Österreich.

Wenn du also irgendwo von „B1 mit Werten" hörst, ist die Integrationsprüfung gemeint.

ÖSD Zertifikat B1 — die reine Sprachprüfung

Das ÖSD Zertifikat B1 (ZB1) prüft vier Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen. Es ist ein international anerkanntes Sprachzeugnis und modular aufgebaut — einzelne Teile lassen sich unter bestimmten Bedingungen wiederholen.

Diese Prüfung passt, wenn du einen anerkannten Nachweis deiner Deutschkenntnisse brauchst, zum Beispiel für Arbeit, Studium oder als allgemeinen Sprachnachweis.

ÖIF Integrationsprüfung B1 — Sprache plus Werte

Die Integrationsprüfung B1 enthält denselben sprachlichen Anspruch auf B1-Niveau, ergänzt ihn aber um den Werteteil. Sie erfüllt Modul 2 der Integrationsvereinbarung.

Sie ist deshalb meist die richtige Wahl, wenn es um den Aufenthalt geht — etwa für einen unbefristeten Aufenthaltstitel oder als Schritt Richtung Staatsbürgerschaft.

Welche Prüfung passt zu dir?

Stell dir eine einfache Frage: Brauche ich nur einen Sprachnachweis, oder geht es um meinen Aufenthaltstitel?

  • Nur Sprachnachweis (Arbeit, Studium, allgemein) → oft reicht das ÖSD Zertifikat B1.
  • Aufenthalt, Modul 2, Einbürgerung → in der Regel die ÖIF Integrationsprüfung B1 mit Werteteil.
  • Unsicher? Frage bei der Behörde oder Beratungsstelle nach, welcher Nachweis konkret verlangt wird.

Gut zu wissen

Welche Prüfung für deinen Fall verbindlich ist, hängt von deinem Aufenthaltstitel und der jeweiligen Behörde ab. Verlasse dich nicht allein auf Hörensagen — kläre den genauen Nachweis offiziell ab, bevor du dich anmeldest.

Das Gute: Der Sprachteil ist bei beiden auf B1-Niveau. Wenn du dein Deutsch trainierst, arbeitest du immer in die richtige Richtung — und für die Integrationsprüfung kommt nur der Werteteil dazu.

Übe gezielt für deine Prüfung — ÖSD B1 oder ÖIF Integrationsprüfung B1, mit echten Modelltests und KI-Feedback.

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Häufige Fragen

Ist die ÖIF Integrationsprüfung schwerer als das ÖSD Zertifikat B1?

Der sprachliche Anspruch ist bei beiden B1. Die Integrationsprüfung hat zusätzlich den Werteteil — also mehr Stoff, aber keinen höheren sprachlichen Schwierigkeitsgrad.

Zählt die Integrationsprüfung B1 auch als Sprachnachweis?

Die Integrationsprüfung weist Deutschkenntnisse auf B1-Niveau nach und erfüllt Modul 2. Ob sie in deinem konkreten Fall als Sprachnachweis akzeptiert wird, hängt vom Zweck ab — frage im Zweifel bei der zuständigen Stelle nach.

Kann ich mich auf beide Prüfungen gleich vorbereiten?

Den Sprachteil ja — Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen auf B1 sind die Basis für beide. Für die Integrationsprüfung kommt zusätzlich das Werte- und Orientierungswissen dazu.

Wo kann ich beide Formate üben?

Auf ExamReady findest du Modelltests sowohl für das ÖSD-Format als auch für die ÖIF Integrationsprüfung B1 — inklusive kostenlosem Werte-Trainer.

Stand 21. Juni 2026, ohne Gewähr. Verbindliche Informationen findest du bei den offiziellen Stellen: sprachportal.at (ÖIF) · osd.at (ÖSD).

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