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ÖIF Integrationsprüfung B1: Ablauf, Module, Punkte und Bestehensgrenzen

6 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 21. Juni 2026

Für viele ist die Integrationsprüfung B1 des ÖIF der wichtigste Schritt zu einem dauerhaften Aufenthalt in Österreich. Sie prüft zwei Dinge auf einmal: dein Deutsch auf B1-Niveau und dein Wissen über die Werte und das Leben in Österreich.

Dieser Überblick zeigt dir, aus welchen Teilen die Prüfung besteht, wie die Punkte verteilt sind und ab wann du bestanden hast. Dann weißt du, worauf es beim Vorbereiten ankommt.

Zwei Bereiche, ein Prüfungstag

Die Prüfung besteht aus zwei Bereichen, und du brauchst beide:

  • den Sprachteil auf B1-Niveau, mit den Modulen Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen;
  • das Werte- und Orientierungswissen, also Fragen zu Österreich, zum Zusammenleben und zu den Grundwerten.

Der Sprachteil: vier Module

Hören und Lesen werden zusammen gewertet und ergeben 45 Punkte. Ab 33 giltst du als bestanden auf B1, zwischen 20 und 32 Punkten liegt es eher bei A2.

Beim Schreiben verfasst du einen kurzen Text, etwa eine Mitteilung oder einen Brief mit mehreren Leitpunkten. Bewertet wird nach vier Kriterien (Inhalt, kommunikative Gestaltung, Korrektheit, Wortschatz) zu je 5 Punkten, macht maximal 20.

Das Sprechen läuft über mehrere Aufgaben: eine kurze Vorstellung, ein Gespräch zu einem Bild, eine gemeinsame Planung mit dem Prüfungspartner. Bewertet werden unter anderem Aussprache, Flüssigkeit, Korrektheit und Wortschatz.

Der Werteteil zählt für sich

Der Werteteil besteht aus Multiple-Choice-Fragen zu Themen wie Zusammenleben, Gleichberechtigung, Gesundheit, Bildung und Arbeit. Die Fragen stammen aus dem offiziellen ÖIF-Katalog.

Ein Punkt, den viele übersehen: Dieser Teil wird eigenständig gewertet. Selbst mit sehr gutem Deutsch musst du ihn separat bestehen, und ein guter Werteteil rettet dich nicht, wenn die Sprache fehlt.

Wann gilt die Prüfung als bestanden?

Kurz gesagt: Du brauchst den Sprachteil auf B1 und zusätzlich einen positiven Werteteil. Erst wenn beides stimmt, ist die Integrationsprüfung bestanden.

Die genauen Punktegrenzen können sich ändern. Verlass dich im Ernstfall auf die aktuelle Modellprüfung auf sprachportal.at, plane etwas Puffer ein und übe alle Module, nicht nur die, die dir ohnehin liegen.

Wofür du sie brauchst

Die Prüfung erfüllt Modul 2 der Integrationsvereinbarung und ist damit eine zentrale Voraussetzung für einen unbefristeten Aufenthaltstitel sowie ein Baustein auf dem Weg zur Staatsbürgerschaft.

Weil so viel daran hängt, ist gründliche Vorbereitung die günstigere Wahl. Ein nicht bestandener Versuch kostet die Gebühr, Wochen Wartezeit und manchmal eine wichtige Frist.

Übe die Integrationsprüfung B1 unter echten Bedingungen: mit Timer, automatischer Auswertung und einer Korrektur deiner Schreib- und Sprechaufgaben.

Integrationsprüfung B1 üben

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Integrationsprüfung B1?

Der Sprachteil verteilt sich auf Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen, dazu kommt der Werteteil. Plane insgesamt etwa einen halben Prüfungstag ein. Die genauen Zeiten pro Modul stehen in der offiziellen Modellprüfung.

Mache ich Sprache und Werte am selben Tag?

Beides gehört zur selben Integrationsprüfung. Wie die Termine organisiert sind, entscheidet das Prüfungsinstitut, frag also dort direkt nach.

Was, wenn ich nur einen Teil bestehe?

Du brauchst beide, den Sprachteil B1 und den Werteteil, damit die Prüfung gilt. Welche Teile du bei Bedarf wiederholen kannst, sagt dir dein Prüfungsinstitut.

Wie kann ich mich kostenlos vorbereiten?

Lesen und Hören übst du bei uns gratis und ohne Anmeldung, dazu gibt es einen kostenlosen Werte-Trainer mit Fragen aus dem offiziellen Katalog.

Stand 21. Juni 2026, ohne Gewähr. Verbindliche Informationen findest du bei den offiziellen Stellen: sprachportal.at (ÖIF) · osd.at (ÖSD).

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