ÖSD, Goethe, telc oder ÖIF: Welche B1-Prüfung brauchst du?
Die richtige Prüfung hängt von deinem Ziel ab: Aufenthalt, Staatsbürgerschaft, Studium oder Job. Hier ist die Übersicht für Österreich (Stand: Juni 2026).
Entscheidend ist, wofür du das Zertifikat brauchst.
Aufenthaltstitel (Integrationsvereinbarung Modul 2)
Ein reines Sprachzertifikat reicht hier nicht. Du brauchst die Integrationsprüfung B1: Sprache plus Werte- und Orientierungswissen. Seit Juni 2021 führt ausschließlich der ÖIF diese Prüfung durch; ältere ÖSD-Integrationsprüfungen (bis 31.05.2021) zählen weiter. Die B1-Aufgabenformate ähneln den ÖSD-Formaten.
Österreichische Staatsbürgerschaft
Über B1 führt der Weg aktuell über die ÖIF-Integrationsprüfung B1 (Sprache + Werte). Alternative: Mit einem B2-Zertifikat eines anerkannten Instituts (ÖIF, ÖSD, Goethe, telc) entfällt der Werte-Nachweis. Verbindlich ist immer die Auskunft deiner Behörde.
Studium, Job oder allgemeiner Nachweis
Hier sind ÖSD, Goethe und telc auf B1 weitgehend gleichwertig. In Österreich ist das ÖSD am weitesten verbreitet, mit Prüfungszentren in jedem Bundesland und österreichischem Standarddeutsch in den Hörtexten.
Vier Namen, vier verschiedene Rollen.
ÖSD: Österreichisches Sprachdiplom
Der österreichische Standard für Sprachzertifikate, mit B2 auch für die Staatsbürgerschaft. Auf B1 bietet das ÖSD zwei Prüfungen an: das ÖSD Zertifikat Deutsch Österreich B1 (ZDÖ B1) für Menschen, die in Österreich leben, und das Zertifikat B1 (ZB1), dieselbe Prüfung wie das Goethe-Zertifikat B1. Auf ExamReady übst du das ZDÖ B1, mit österreichischem Deutsch in den Hörtexten.
ÖIF: Österreichischer Integrationsfonds
Führt seit Juni 2021 als einzige Stelle die Integrationsprüfungen (Sprache + Werte) durch, die für Aufenthalt und Staatsbürgerschaft zählen. Die B1-Aufgabenformate ähneln den ÖSD-Formaten.
Goethe-Institut
International stark anerkannt, in Österreich aber mit weniger Terminen. Für Modul 2 der Integrationsvereinbarung reicht das reine Goethe-Zertifikat nicht, weil es keinen Werte-Teil hat.
telc
In Deutschland Standard, in Österreich seltener angeboten. Gleiche Logik: Ohne Werte-Teil ist es für Modul 2 nicht geeignet, als Sprachnachweis für Job oder Studium aber gleichwertig.
Stand Juni 2026, ohne Gewähr. Verbindlich sind ÖIF, Prüfungszentren und Behörden. Prüfungsgebühren je nach Zentrum meist €130–190.
Warum die meisten in Österreich ÖSD wählen
Für Job, Studium und den B2-Weg zur Staatsbürgerschaft ist ÖSD der österreichische Standard: dichtestes Netz an Zentren, monatliche Termine, österreichisches Deutsch. Und wer für den Aufenthalt die ÖIF-Integrationsprüfung braucht, profitiert vom selben Training: Die B1-Formate beider Prüfungen sind ähnlich aufgebaut.
B1-Prüfungen im Vergleich
Reicht ein normales ÖSD- oder Goethe-Zertifikat für den Aufenthaltstitel?
Nein. Für Modul 2 der Integrationsvereinbarung brauchst du die Integrationsprüfung B1 mit Werte-Teil, die seit Juni 2021 ausschließlich der ÖIF durchführt. Ein reines Sprachzertifikat (ÖSD, Goethe, telc) genügt dafür nicht; ÖSD-Integrationsprüfungen zählen nur, wenn sie bis 31.05.2021 abgelegt wurden.
Wer führt die Integrationsprüfung B1 durch?
Seit Juni 2021 ausschließlich der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF). Die Prüfung kombiniert den Sprachteil auf B1 mit Fragen zum Werte- und Orientierungswissen. Zwischen 2018 und Mai 2021 abgelegte ÖSD-Integrationsprüfungen bleiben gültig.
Welche Prüfung brauche ich für die Staatsbürgerschaft?
Auf B1-Niveau aktuell die ÖIF-Integrationsprüfung B1. Mit einem B2-Zertifikat von ÖIF, ÖSD, Goethe oder telc entfällt der Werte-Nachweis. Die verbindliche Auskunft gibt deine Staatsbürgerschaftsbehörde.
Sind die Prüfungen gleich schwer?
Das Niveau ist dasselbe (GER B1), aber die Aufgabenformate unterscheiden sich deutlich. Viele scheitern nicht am Deutsch, sondern am ungewohnten Format. Übe deshalb genau das Format, das du ablegen wirst.
Bereitet ExamReady auf alle diese Prüfungen vor?
ExamReady trainiert drei B1-Prüfungen: das ÖSD Zertifikat Deutsch Österreich B1 (ZDÖ B1), die ÖIF-Integrationsprüfung B1 im DTÖ-Format und das Goethe-Zertifikat B1 (identisch mit dem ÖSD Zertifikat B1, ZB1), jeweils mit eigenem Kurs, fünf kompletten Modellsätzen und KI-Feedback zu Schreiben & Sprechen, beim ÖIF zusätzlich mit dem Werte-Fragenkatalog. Dazu kommt das ÖSD Zertifikat B2. Für telc gibt es bei uns keine eigenen Modellsätze.
Was ist der Unterschied zwischen ZDÖ B1 und ÖSD Zertifikat B1?
Beides sind B1-Prüfungen des ÖSD, aber mit verschiedenem Format. Das ÖSD Zertifikat Deutsch Österreich B1 (ZDÖ B1) richtet sich an Menschen, die in Österreich leben, und hat zwei Module: die Schriftliche Prüfung (Lesen & Sprachbausteine 90 Minuten, Hören ca. 30, Schreiben 40 mit einer E-Mail) und die Mündliche Prüfung. Das ÖSD Zertifikat B1 (ZB1) hat vier Module, Lesen dauert dort 65 Minuten, Hören ca. 40 und Schreiben 60 Minuten mit drei Aufgaben. Das ZB1 ist dieselbe Prüfung wie das Goethe-Zertifikat B1. ExamReady trainiert beide: das ZDÖ B1 und, unter dem Namen Goethe-Zertifikat B1, das ZB1.
Egal welche B1-Prüfung: Am Ende entscheidet das Format.
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